
Reisen sollte stets Erleben bedeuten und etwas Wertvolles erleben kann man nur in Umgebungen, zu welchen man seelische Beziehungen hat (Hermann Hesse).
Über zwei Millionen Menschen verbringen in Südtirol jährlich ihren
Urlaub. Das ist nicht erst heute so: schon die Römer und die Bajuwaren zog es
hierher, und die übergroße Anzahl von Schlössern und Burgen beweist,
daß auch im Mittelalter ein Aufenthalt in Südtirol beliebt und begehrt
war. Neben den Zugereisten entdeckte auch die einheimische Bevölkerung den
Reiz des Ferienlandes Südtirol: zahlreiche Bauernbadln, im ganzen Land
verstreut, brachten Bürgern und Bauern, arm und reich Erholung und Linderung
von manchen Gebrechen, und die Bozner Bürgersfamilien prägten vor 200
Jahren am Ritten erstmals den Begriff "Sommerfrische".
Vor 150 Jahren begann die moderne Reisewelle, nahm die große Erschließung
des Alpengebietes als Ferienland ihren Anfang. Kurorte entstanden und zogen Gäste
aus aller Welt nach Südtirol, Kaiser und Könige, Großkaufleute und
Industrielle und vor allem auch viele Künstler. Ab Mitte des letzten Jahrhunderts
begann die Bergwelt, ihre besondere Faszination auszustrahlen und lockte
Abenteuerlustige aus ganz Europa an, um die jahrtausendelang als unheimlich
geltenden Berge in sportlichem Einsatz zu bezwingen. In den Dolomiten wurde Gipfel
um Gipfel erobert. War bisher das Urlaubsgeschehen auf wenige elitäre Kreise
beschränkt, so brachte die moderne Verkehrsentwicklung nun auch große
Massen in Bewegung. Zuerst die Eisenbahnen und dann das Auto gaben, vor allem nach
dem zweiten Weltkrieg, weiten Menschenkreisen die Möglichkeit,
regelmäßig Urlaub zu machen, zumal sich mehr und mehr die ganze
Welt als Ferienland anzubieten begann. Obwohl sich in letzter Zeit deutliche
Grenzen für eine ungehemmte Ausdehnung abzeichnen, stellt Südtirol
für immer mehr Menschen ein fast ideales Urlaubsland dar. Es sind die
herrlichen Berge und das milde Klima, das Obst und der Wein und vieles mehr,
die Südtirol so beliebt machen. Aber die große Sympathie, die
Südtirol bei seinen Gästen genießt, hat auch tiefere Ursachen.
Der vor vielen Jahrzehnten von Hermann Hesse geprägte Ausspruch über
das Reisen gilt auch heute noch in besonderem Maße für Südtirol,
ein Land, zu dem viele Gäste ein persönliches Verhältnis haben
und zu dem sie sich sehr oft ein ganzes Leben lang hingezogen fühlen.
Bedingung für eine solche seelische Beziehung ist, daß man das Land
kennenlernt, seine Geschichte, seine Kultur, seine Landschaft und vor allem auch
seine Menschen.
Friedrich von Rodank hatte eine gute Nase, als er 1140 sein Schloß Rodenegg auf dieser Felsnadel hoch über der Rienzschlucht erbauen ließ: es blieb uneinnehmbar und besticht heute noch durch seine kraftvolle Schönheit. Einmalig ist auch der Freskenzyklus zur Iwein-Sage in der Trinkstube des Schlosses, Anfang des 13. Jahrhunderts gemalt und erst 1972 wiederentdeckt. Das Dorf Rodeneck liegt sonnig, breit und liebenswert am sanften Hang: stattliche Bauernhöfe, gepflegte Gasthäuser, die freiliegende Kirche zwischen Dorf und Schloß und darüber jeder Menge Natur, Wiesen und Wälder bis zur weitläufigen Rodenecker Alm auf über 1800m Höhe.

Schloß Rodeneck
Unterkunft
Hotel Nußbaumer Hof, Nauders 89, I-39030-Rodeneck, Tel/Fax: 0039-472 454157
Zimmer: 21, Betten: 40, Zimmer mit Bad/Dusche: 21

Allgemeine Hinweise
Dokumente
Für die Einreise genügt der Reisepaß oder Personalausweis. Zudem werden Führerschein und Fahrzeugschein benötigt. Die Internationale Grüne Versicherungskarte wird bei Unfällen und Verkehrskontrollen oft verlangt.
Telefonieren
Vorwahl aus Italien: 0049+Ortsvorwahl ohne die 0 + Teilnehmernummer. Telefonkarten sind in Bars, Tabakgeschäften und an Zeitungskiosken erhältlich.
Verkehrsbestimmungen
Es besteht Sturzhelmpflicht.
Höchstgeschwindigkeit innerorts 50km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften 90km/h, auf Schnellstaßen mit 2 Fahrstreifen 110 km/h, auf Autobahnen 110km/h für Motorräder unter 350 ccm, sonst 130 km/h. Motorräder bis 149 ccm sind auf Autobahnen verboten.
Auf gutbeleuchteten Straßen darf nur mit Standlicht gefahren werden. In schlechtbeleuchteten Tunnels und Galerien ist Abblendlicht Pflicht.
Parkverbot besteht an schwarz-gelb markierten Bordsteinen sowie gelb gekennzeichneten Parkflächen. In Landschaftsschutzgebieten ist Parken grundsätzlich untersagt.
Fahren unter Alkoholeinfluß ist verboten. Es gelten 0,8 Promille.
Ohne Beschilderung gilt "rechts vor links" (auch im Kreisverkehr). Auf schmalen Bergstraßen hat das bergauf fahrende Fahrzeug Vorfahrt.
Auf Zebrastreifen sind Fußgänger absolut bevorrechtigt.
Vor dem Überholen muß außerhalb geschlossener Ortschaften gehupt werden, desgleichen vor Kreuzungen, Abzweigungen, unübersichtlichen Kurven und anderen gefährlichen Stellen; bei Dunkelheit ist die Lichthupe zu verwenden. In größeren Ortschaften besteht Hupverbot (Schild mit der Aufschrift: "Zona di silenzio").
Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit sowie Parkverstöße werden mit sehr hohen Geldbußen geahndet!
Sechzehn Mädchen haben nun eine Woche lang gebangt. Eine jede hoffte den begehrten Zepter und das Diadem zu erhalten. Doch nur einer waren sie vergönnt. Wir verraten Ihnen hier, wer Miss Südtirol 1998 geworden ist.
Und hier ist sie: Barbara Hilber, 19 Jahre jung, Hotelkauffrau aus Bruneck ist die Schönste im ganzen Land.

letzte Änderung:
|