Fahrt 1999 Rodeneck/Italien

Einleitung

Reisen sollte stets Erleben bedeuten und etwas Wertvolles erleben kann man nur in Umgebungen, zu welchen man seelische Beziehungen hat (Hermann Hesse).



Über zwei Millionen Menschen verbringen in Südtirol jährlich ihren Urlaub. Das ist nicht erst heute so: schon die Römer und die Bajuwaren zog es hierher, und die übergroße Anzahl von Schlössern und Burgen beweist, daß auch im Mittelalter ein Aufenthalt in Südtirol beliebt und begehrt war. Neben den Zugereisten entdeckte auch die einheimische Bevölkerung den Reiz des Ferienlandes Südtirol: zahlreiche Bauernbadln, im ganzen Land verstreut, brachten Bürgern und Bauern, arm und reich Erholung und Linderung von manchen Gebrechen, und die Bozner Bürgersfamilien prägten vor 200 Jahren am Ritten erstmals den Begriff "Sommerfrische".
Vor 150 Jahren begann die moderne Reisewelle, nahm die große Erschließung des Alpengebietes als Ferienland ihren Anfang. Kurorte entstanden und zogen Gäste aus aller Welt nach Südtirol, Kaiser und Könige, Großkaufleute und Industrielle und vor allem auch viele Künstler. Ab Mitte des letzten Jahrhunderts begann die Bergwelt, ihre besondere Faszination auszustrahlen und lockte Abenteuerlustige aus ganz Europa an, um die jahrtausendelang als unheimlich geltenden Berge in sportlichem Einsatz zu bezwingen. In den Dolomiten wurde Gipfel um Gipfel erobert. War bisher das Urlaubsgeschehen auf wenige elitäre Kreise beschränkt, so brachte die moderne Verkehrsentwicklung nun auch große Massen in Bewegung. Zuerst die Eisenbahnen und dann das Auto gaben, vor allem nach dem zweiten Weltkrieg, weiten Menschenkreisen die Möglichkeit, regelmäßig Urlaub zu machen, zumal sich mehr und mehr die ganze Welt als Ferienland anzubieten begann. Obwohl sich in letzter Zeit deutliche Grenzen für eine ungehemmte Ausdehnung abzeichnen, stellt Südtirol für immer mehr Menschen ein fast ideales Urlaubsland dar. Es sind die herrlichen Berge und das milde Klima, das Obst und der Wein und vieles mehr, die Südtirol so beliebt machen. Aber die große Sympathie, die Südtirol bei seinen Gästen genießt, hat auch tiefere Ursachen. Der vor vielen Jahrzehnten von Hermann Hesse geprägte Ausspruch über das Reisen gilt auch heute noch in besonderem Maße für Südtirol, ein Land, zu dem viele Gäste ein persönliches Verhältnis haben und zu dem sie sich sehr oft ein ganzes Leben lang hingezogen fühlen. Bedingung für eine solche seelische Beziehung ist, daß man das Land kennenlernt, seine Geschichte, seine Kultur, seine Landschaft und vor allem auch seine Menschen.

Übernachtung

Friedrich von Rodank hatte eine gute Nase, als er 1140 sein Schloß Rodenegg auf dieser Felsnadel hoch über der Rienzschlucht erbauen ließ: es blieb uneinnehmbar und besticht heute noch durch seine kraftvolle Schönheit. Einmalig ist auch der Freskenzyklus zur Iwein-Sage in der Trinkstube des Schlosses, Anfang des 13. Jahrhunderts gemalt und erst 1972 wiederentdeckt. Das Dorf Rodeneck liegt sonnig, breit und liebenswert am sanften Hang: stattliche Bauernhöfe, gepflegte Gasthäuser, die freiliegende Kirche zwischen Dorf und Schloß und darüber jeder Menge Natur, Wiesen und Wälder bis zur weitläufigen Rodenecker Alm auf über 1800m Höhe.

Schloß Rodeneck

Unterkunft

Hotel Nußbaumer Hof, Nauders 89, I-39030-Rodeneck, Tel/Fax: 0039-472 454157

Zimmer: 21, Betten: 40, Zimmer mit Bad/Dusche: 21

Allgemeine Hinweise

Dokumente

Für die Einreise genügt der Reisepaß oder Personalausweis. Zudem werden Führerschein und Fahrzeugschein benötigt. Die Internationale Grüne Versicherungskarte wird bei Unfällen und Verkehrskontrollen oft verlangt.

Telefonieren

Vorwahl aus Italien: 0049+Ortsvorwahl ohne die 0 + Teilnehmernummer. Telefonkarten sind in Bars, Tabakgeschäften und an Zeitungskiosken erhältlich.

Verkehrsbestimmungen

Es besteht Sturzhelmpflicht.

Höchstgeschwindigkeit innerorts 50km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften 90km/h, auf Schnellstaßen mit 2 Fahrstreifen 110 km/h, auf Autobahnen 110km/h für Motorräder unter 350 ccm, sonst 130 km/h. Motorräder bis 149 ccm sind auf Autobahnen verboten.

Auf gutbeleuchteten Straßen darf nur mit Standlicht gefahren werden. In schlechtbeleuchteten Tunnels und Galerien ist Abblendlicht Pflicht.

Parkverbot besteht an schwarz-gelb markierten Bordsteinen sowie gelb gekennzeichneten Parkflächen. In Landschaftsschutzgebieten ist Parken grundsätzlich untersagt.

Fahren unter Alkoholeinfluß ist verboten. Es gelten 0,8 Promille.

Ohne Beschilderung gilt "rechts vor links" (auch im Kreisverkehr). Auf schmalen Bergstraßen hat das bergauf fahrende Fahrzeug Vorfahrt.

Auf Zebrastreifen sind Fußgänger absolut bevorrechtigt.

Vor dem Überholen muß außerhalb geschlossener Ortschaften gehupt werden, desgleichen vor Kreuzungen, Abzweigungen, unübersichtlichen Kurven und anderen gefährlichen Stellen; bei Dunkelheit ist die Lichthupe zu verwenden. In größeren Ortschaften besteht Hupverbot (Schild mit der Aufschrift: "Zona di silenzio").

Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit sowie Parkverstöße werden mit sehr hohen Geldbußen geahndet!

Südtirol hat eine neue Miss

Sechzehn Mädchen haben nun eine Woche lang gebangt. Eine jede hoffte den begehrten Zepter und das Diadem zu erhalten. Doch nur einer waren sie vergönnt. Wir verraten Ihnen hier, wer Miss Südtirol 1998 geworden ist.


Und hier ist sie: Barbara Hilber, 19 Jahre jung, Hotelkauffrau aus Bruneck ist die Schönste im ganzen Land.


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Hans-Joachim Burri